Foto-Tipps
Fotografieren mit dem Weitwinkelobjektiv
Weitwinkelobjektive sind Objektive, deren Brennweite kleiner als 50 mm ist - bezogen auf das Kleinbildformat (KB). Sie erfassen einen größeren Bildbereich als das menschliche Auge und eignen sich gut für Landschafts- und Architekturaufnahmen.
Streckung des Raumes
Weitwinkelobjektive strecken den Raum und sorgen so für eine ausgedehnte Perspektive. Aufgrund dieser Eigenschaft werden nahe Objekte überproportional groß und ferne Objekte viel kleiner dargestellt. Bei Porträts wirken deshalb die Nasen viel zu groß und die Ohren entsprechend winzig. Nehmen Sie für Porträtaufnahmen lieber eine leichte Telebrennweite (z.B. 105 mm - KB). Bei anderen Objekten wie Autos, Häuser usw. können Weitwinkelobjektive für interessante Bildwirkungen sorgen.
Tiefenstaffelung
Bei Landschaftsaufnahmen werden sehr große Bereiche des Motivs erfasst und von vorn bis hinten scharf abgebildet. Solche Fotos wirken schnell langweilig. Deshalb ist es gerade hier wichtig für eine Tiefenstaffelung zu sorgen. Nehmen Sie markante Objekte in den Vordergrund Ihres Landschaftsbildes - einen großen Stein, einen Baumstumpf oder Ähnliches. Richten Sie dabei die Kamera nicht nach unten sondern gehen Sie in die Hocke.
Verzerrungen
Je kürzer die Brennweite ist, umso eher führt schon eine leicht angewinkelte Kamera zu Verzerrungen und stürzenden Linien. Suchen Sie sich daher einen Standpunkt in einer Höhe, die eine gerade Kamerahaltung erlaubt. Hilfreich kann dabei ein Stativ mit eingebauter Libelle sein (gibt es auch für den Blitzschuh) oder eingeblendete Gitternetzlinien im Sucher mancher Kameras.

