Foto-Tipps
Blende und Bildschärfe
Neben der Belichtungszeit, welche die Einwirkungsdauer des Lichts auf den Sensor regelt, gibt es die Blende, welche die Lichtmenge dosiert, die in dieser Zeit auf den Sensor trifft. Dabei gilt: Eine kleine Blendenzahl sorgt für eine größere Blendenöffnung als eine große Blendenzahl. Also lässt eine Blende von 2,8 zur gleiche Zeit mehr Licht durch als eine Blende von 8 oder gar 16 (indirekte Proportionalität).
Schärfentiefe
Die Blende hat aber noch eine andere sehr wichtige Funktion. Sie hat Einfluss darauf, welche Motiv-Bereiche später im Bild scharf erscheinen werden. Ist die Blende klein (große Blendenzahl), ist der Entfernungsbereich, der scharf abgebildet wird größer als bei einer großen Blende (kleine Blendenzahl). Diesen Bereich nennt man Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe). Will man einen großen Bereich scharf abbilden - (z.B. bei Landschaftsaufnahmen), muss man also die Blende möglichst weit schließen (abblenden).
Optimale Blende und Förderliche Blende
Leider hat das ganze seine Grenzen. Schließt man die Blende über einen bestimmten Wert hinaus, wird das Licht an den Kanten der Blendenlamellen so gebeugt, dass es zu einer Beugungsunschärfe kommt. Der Blendenwert, ab dem dies geschieht, wird optimale oder kritische Blende genannt. Bei SLR-Kameras mit Vollformat-Sensor liegt der Wert etwa bei Blende 11, bei APS-C-Größe etwa bei Blende 8.
In der Praxis will oder muss man aber oft über die optimale Blende hinaus abblenden. Ein Kompromiss ist solange möglich, bis die Beugungsunschärfe die Erhöhung der Tiefenschärfe übersteigt - weiter sollte nicht abgeblendet werden. Diese Blende wird förderliche Blende genannt. Sie ist deutlich größer als die optimale Blende. Bei einer SLR-Kamera kann in der Regel soweit abgeblendet werden wie es das Objektiv zulässt.

